Der Westhighland White Terrier

URSPRUNG: Schottland, Highlands.
VERWENDUNG: Terrier
KLASSIFIKATION FCI:

Gruppe3: Terrier

Sektion 2: Niederläufige Terrier. Ohne Arbeitsprüfung

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS:

Colonel Malcolm wird allgemein als Begründer dieser Rasse angesehen. Der West-Highland-White Terrier wurde ausschließlich für die Jagd in den Highlands gezüchtet. In ihrem weissen Fell konnte man sie leicht zwischen Felsen und Gestrüpp erkennen. Auch war der West-Highland-White Terrier ein widerstandsfähiger, zäher Terrier, der furchtlos in Fuchs- und Dachsbauten hinein ging. Im Jahre 1905 wurde der erste White West Highland Terrier-Club in Schottland gegründet, um die Zucht dieser Terrierrasse zu fördern. Der Rassestandard, 1905 aufgestellt, hat sich seitdem kaum verändert.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:

Kräftig gebaut, tiefe Brust und weit nach hinten reichende Rippen, ebener Rücken, kraftvolle Hinterhand mit muskulösen Läufen, die in hohem Maße eine großartige Verbindung von Kraft und Aktivität zum Ausdruck bringt. Verhalten und Charakter: Klein, aktiv, unerschrocken, robust mit beträchtlichem Selbstvertrauen ausgestattet, wachsam, fröhlich, mutig, selbstbewusst aber freundlich.

Kopf: Abstand zwischen Hinterhauptbein und Augen geringfügig größer als die Länge des Vorgesichts. Kopf reichlich mit Haar bewachsen und im rechten Winkel zur Halsachse getragen.

Oberkopf:

Schädel: leicht gewölbt; Stirnpartie mit glatten Konturen. Oberkopf vom Ohrenansatz zu den Augen hin geringfügig schmaler werdend.
Stop: Deutlich; aus starken Wülsten der Stirnknochen gebildet, die unmittelbar oberhalb der Augen etwas vorstehen und zwischen den Augen eine leichte Vertiefung aufweisen.

Gesichtsschädel:

Nasenschwamm: schwarz und ziemlich groß; mit dem übrigen Fang eine Linie bildend; Nase nicht spitz vorstehend.
Fang: Von den Augen bis zur Nasenspitze hin allmählich schmaler werdend. Vorgesicht unter den Augen nicht eingefallen oder stark abfallend, sondern gut ausgefüllt.

Kiefer/Zähne:

Kiefer kräftig und von gleicher Stärke. Zwischen den Fangzähnen so breit, wie es mit dem verlangten Ausdruck von Raubtierschärfe vereinbar ist. Die Zähne sind im Verhältnis zur Größe des Hundes groß, mit regelmäßigem Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.

Augen: weit von einander angeordnet, mittelgroß, dunkel, etwas tiefsitzend, wachsam und intelligent, unter buschigen Augenbrauen hervorguckend

Ohren: Klein aufrecht und sicher getragen, in einer deutlichen Spitze endend. Weder zu weit noch zu nah zusammen stehend. Haar kurz und glatt, sollte nicht geschnitten werden. Ohrenspitzen ohne jegliche Befransung.

Hals: Lang genug, um die geforderte Kopfhaltung zu ermöglichen; muskulös, zum Ansatz hin allmählich breiter werdend, wodurch der Hals übergangslos in die gut zurückliegenden Schultern einmündet.

Körper: Kompakt.
Rücken: Eben
Lenden: Breit, kräftig
Brust: Tief, Rippen in der oberen Hälfte gut gerundet, an den Körperseiten abgeflacht wirkend. Hintere Rippen weit zurückreichend; Abstand zwischen der letzten Rippe und der Hinterhand so kurz, wie es mit der freien Bewegung vereinbar ist.
Rute: 12,5 bis 15 cm lang; mit hartem Haar bedeckt, ohne Befederung; so gerade wie möglich und forsch. Ruten dürfen nicht kupiert werden.

Gliedmaßen:

Vorderhand: Vorderläufe kurz, muskulös und gerade, dicht mit kurzem harten Haar bewachsen.
Schultern: schräg zurückliegend. Schulterblätter breit und eng am Brustkorb anliegend. Buggelenk gut nach vorne gelagert.
Ellenbogen: Eng anliegend
Hinterhand: Kräftig, muskulös und mit starken Sehnen.
Oberschenkel: Stark bemuskelt, nicht zu weit auseinanderstehend.
Sprunggelenke: Gut gewinkelt und gut unter den Körper gestellt, in Stand und Bewegung ziemlich dicht nebeneinander.

Pfoten: Vorderpfoten größer als die hinteren, rund, von angemessener Größe, kräftig, mit dick gepolsterten Ballen. Unterseite der Ballen und Krallen vorzugsweise schwarz.
Gangwerk: Frei, gerade, und rundherum flüssig. Die Vorderläufe werden aus der Schulter heraus raumgreifend nach vorne bewegt. Bewegung in der Hinterhand frei, kraftvoll und nahe nebeneinander. Sehr biegsame Knie- und Sprunggelenke und gut unter den Körper greifende Sprunggelenke bewirken den Schub.

Haarkleid:

Haar: Doppeltes Haarkleid. Das Deckhaar besteht aus ca. 5 cm langem, harschem Haar, keine Locken, Unterwolle pelzig, kurz, weich, dicht.

Farbe: weiß

Größe: Schulterhöhe ca. 28 cm